Fred von Vegesack

I'M NOT A LONER, I'M JUST SELECTIVELY SOCIAL. DON'T LIKE IT…..THEN GO FUCK OFF BECAUSE I PROBABLY DON'T NEED YOU!

Sie surfen bei Facebook? Gar nicht clever!

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Die gute Nachricht vorweg: Facebook wird europaweit vor allem von Menschen mit hohem Bildungsgrad genutzt. Das geht aus einer Eurostat-Studie hervor, die die Anwendung sozialer Netzwerke in den Fokus rückt. Doch überbordende Freude ist an dieser Stelle leider nicht angebracht. Denn für Deutschland und auch für unser Nachbarland, die Schweiz, gilt diese Regel offenbar nicht. Hierzulande tummeln sich laut Studie vor allem bildungsferne Schichten auf den beliebten Plattformen Facebook und Twitter – ein Ergebnis, das nachdenklich stimmt…

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Zweifelsohne: Das Nutzerverhalten im Social Web variiert von Person zu Person mitunter stark. Und das gilt gerade auch für Facebook. Während einige User Freunde und Bekannte an schlichtweg allem teilhaben lassen, was ihnen widerfährt – seien es Urlaube, Konzertbesuche oder das neueste Superfood-Mahl –, verharren andere in der Beobachterrolle und verfolgen – mal mehr, mal weniger amüsiert – die bunte Welt der Selbstdarsteller, (un)freiwilligen Web-Komödianten und gewieften Kommentatoren. Ob diese Muster allerdings Anhaltspunkte für den Intelligenzquotienten der User liefern, ist mehr als fraglich.
 
Tatsache ist derweil, dass die Freude an der Inszenierung des eigenen Lebens offenbar bei vielen Menschen wächst. Nachschub liefern nicht zuletzt die neuen, fotolastigen Dienste Instagram und Snapchat, die Facebook mehr und mehr den Rang ablaufen und vor allem das Interesse der jüngeren Social-Web-Gemeinde auf sich ziehen.

Das Bilder-Netzwerk Instagram, so legt passenderweise eine Studie des Pew Research Centers aus den USA nahe, werde vor allem von den Schönen und Reichen der Gesellschaft genutzt. Menschen mit geringerem Einkommen aus bildungsfernen Schichten finde man hier deutlich seltener, so die Einschätzung der Forscher. Für die Untersuchung wurden 13- bis 17-Jährige US-Teenager befragt. Repräsentativ ist diese Analyse also ganz sicher nicht.

Doch ein Blick in das Netzwerk reicht aus, um zu erkennen: Hier legen Nutzer, die öffentliche und für jedermann einsehbare Accounts pflegen, häufig größten Wert auf die Darstellung eines Lebensstils, der Zufriedenheit und Lebensglück suggeriert. Gassigehen mit dem Luxushündchen, Schampustrinken auf den Malediven, Shoppen bei Tiffany – es gibt viele wunderbare Szenen, die man mit seinen Followern teilen kann und die dank der richtigen Fotofilter wesentlich besser zur Geltung kommen als im realen Leben…

Wie auch immer Sie sich entscheiden – ob für Facebook oder Instagram, für Twitter, Snapchat oder alle Dienste zusammen: Machen Sie sich bewusst, welche Informationen und Daten Sie streuen und von sich preisgeben wollen und welche Ereignisse im Leben es sich wirklich zu kommentieren lohnt. Wie verkündete Heinrich Heine einst so schön: Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung…

Weitere Informationen zur Eurostat-Studie gibt es hier.

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Autor: Fred von Vegesack

I'm not a loner, I'm just selectivly social.

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