Fred von Vegesack

I'M NOT A LONER, I'M JUST SELECTIVELY SOCIAL. DON'T LIKE IT…..THEN GO FUCK OFF BECAUSE I PROBABLY DON'T NEED YOU!

Willkommen im Raubtiersozialismus.

Ein Kommentar

Der Teufel spricht in der Tat mit süßer Stimme und er hat viele Gesichter.

Stets allerdings kommt er im Antlitz des Gemeinwohls daher und verspricht alles zu tun, was im Interesse der Gemeinschaft ist. Die „Verwechselung“ des Turbo-Etatismus mit dem Turbo-Kapitalismus ist dabei die größte Dummheit, allerdings eine von der antikapitalistischen Propaganda gerne ausgenutzte. Man nehme die offensichtlichen Probleme staatlichen Papiergeldes, schiebe diese auf die fiesen Spekulanten, phantasiere Probleme des unregulierten Marktes herbei, die dann am besten durch noch mehr staatliche Kontrolle gelöst werden sollen.

„Im Notfall sind wir – im Rahmen unseres Mandats – hier nicht fertig“, so die erst vor einigen Monaten ertönte süße Stimme des Mario Draghi, Chef der staatlich beauftragten Megaenteignungszentrale EZB, in bester Eintracht mit dem grünen Europaabgeordnete Sven Giegold: “Ich bin froh, dass wir mit der EZB eine europäische Institution haben, auf die noch Verlass ist. Menschen, die leichtfertig von Enteignung der Sparer reden, sollten sich vor Augen führen, welches Elend im letzten Jahrhundert durch Deflation ausgelöst wurde.” Inzwischen hat der zuckersüße Mario dann auch tatsächlich Taten folgen lassen und flutet die „Märkte“ mit Geld, das den Namen  nicht mehr auch nur im Entferntesten verdient.

Tja, so sind sie – unsere Superhirne der Ökonomie, die wohl zum einen niemals verstehen werden (wollen), was Inflation und Deflation eigentlich ist und das Publikum schluckt es, denn die „üblichen Verdächtigen“ haben es nach jahrzehntelanger Gehirnwäsche geschafft, das für das Publikum heutzutage Inflation gleichbedeutend ist mit Preissteigerung und unter Deflation das Gegenteil verstanden wird.

Dabei wäre in einer gesunden Marktwirtschaft eine Deflation überhaupt kein Problem, ganz im Gegenteil. Jeder, der heute einen Fernseher kauft, der kaum im Wohnzimmer Platz findet und dafür einen Betrag bezahlt, der früher drei Monatsgehältern entsprach, ist ein Profiteuer der Deflation. Sinkende Preise sind in einer gesunden Marktwirtschaft für jeden Konsumenten von großem Vorteil.

In unserem degenerierten System allerdings ist alles auf den Kopf gestellt. Vor allem auf den Kopf gestellt ist der Kopf an sich. Und mit dem Kopf das darin in manchen Fällen befindliche Gehirn.

Noch mehr Geld soll zu mehr Konsum führen, noch mehr Geld, das keinen echten Wert in sich trägt. Statt sich mal zu fragen, warum kaum noch investiert wird, wird die Kreditvergabe jetzt mit Gewalt durchgedrückt. Der DAX wirbelt von einem Hoch zum Nächsten und die Profiteure dieser unfassbaren staatlich initiierten Umverteilungsorgie kommen aus dem Lachen gar nicht mehr heraus. Am allerlustigsten müssen sie es jedoch finden, dass die, die am meisten geschröpft werden, genau davon noch mehr wollen. Man mag sich fragen, was da im Oberstübchen so vor sich geht, man mag aber auch einfach bei so viel Ignoranz des Offensichtlichen einfach kapitulieren.

So wie Hillary Clinton, die sozialistische Präsidentschaftskandidatin der USA, die jetzt medienwirksam verlauten ließ, dass „das reichste 1 Prozent gestürzt werden müsse.“ Mal abgesehen davon, dass sie als Regierungshaserl genau zu diesen 1 Prozent gehört, ist es bei den Sozialisten immer das Gleiche.

Die Schwundgeldanhänger diverser Denkrichtungen werden jetzt Zeuge ihres erhofften Experiments. Ein Experiment, dass von Millionen Sparern (das ist diese komische Spezies, die der Meinung ist, dass man für etwas, das man sich nicht sofort leisten kann, für eine gewisse Zeit Verzicht über muss!) nun am eigenen Leib ausprobiert werden muss. Sicherlich wird man am Ende, wenn wieder einmal alles in Schutt und Asche liegt, behaupten, dass der Sozialismus nur nicht richtig umgesetzt wurde und dass er grundsätzlich „gut“ sei.

Ja und dann stehen die Enteigneten vor ihrem Trümmerhaufen und wundern sich, dass die, die den Unsinn gepredigt haben, sich selbst alles erhalten haben. Und warum? Weil sie es besser wussten! Weil sie nicht das getan haben, was sie anderen angeraten haben. Dass für sie so viel übrig blieb, weil sie all den Menschen in diesem Land den letzten Cent aus der Tasche gezogen haben und dabei ihr Begräbnislied von der „sozialen Gerechtigkeit“ und von den Gefahren der „Deflation“ gesungen haben.

Der Raubtiersozialismus nimmt nun im Endstadium nochmals so richtig Fahrt auf.

Das ist in seinen Schlussphasen immer der Fall. Das hatten wir 1929, das hatten wir Ende der achtziger Jahre, das bekommen wir weltweit nun zum x-ten Mal präsentiert. Aber wir scheinen nicht aufgeben zu wollen. Irgendwann muss der Sozialismus doch mal gelingen!

Margaret Thatcher sagte vor vielen Jahren, dass der Sozialismus eine Idee von Intellektuellen für Intellektuelle ist, um den Rest zu beherrschen. Traurig ist nur, dass die Nicht-Intellektuellen – also die, die den Wahnsinn bezahlen – einfach nicht erkennen wollen, zu welchen Deppen sie degradiert werden. Sie scheinen den diversen Reinkarnationen sozialistischer Denkrichtungen ihr Erspartes gar nicht schnell genug zum Vernichten anvertrauen zu wollen – so als würden sie sich für ihre Lebensleistung schämen. Es ist als hätten die Menschen keinen Respekt vor sich selbst, denn wie lässt es sich sonst erklären, dass es so viele gibt, die auf das billige und fadenscheinige Geschwafel hereinfallen?

Ich war schon immer der Ansicht, dass 99 % der Politik nicht nur überflüssig, sondern massiv schädlich ist. Ich habe meine Meinung geändert – es sind 99,9 %! Staatliche Eingriffe waren seit jeher von großem Übel – dies ist oft genug am lebenden Objekt eindrucksvoll bewiesen worden. Aber es eben auch oft genug eindrucksvoll bewiesen worden, dass die, die von diesen staatlichen Eingriffen in ungehöriger Weise profitieren, einfach die einlullenderen Worte finden und die Gehirne der Menschen effektiver vernebeln. So werden wir also zum wiederholten Male das Spiel der Enteignung spielen!

Roland Baader hat unsere Lebensform nicht weniger treffend mit Turbo-Etatismus beschrieben und nur noch Hardcore-Staatstreue können das, was heutzutage passiert, für gut befinden.

Wie dem auch sei: Der Teufel scheint ein gerechtes Geschöpf zu sein – er liefert uns nur das, worum wir bitten.

Hier das Original:

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Autor: Fred von Vegesack

I'm not a loner, I'm just selectivly social.

Ein Kommentar zu “Willkommen im Raubtiersozialismus.

  1. Die Verteufelung staatlicher Regulierung ist genauso Unfug, wie staatliche Regulierungswut ala EU. Ich empfehle daher das Studium der Kapitel Konzernbildung, Monopolbildung und Kartellbildung tiefer zu studieren. Das wäre für den Autor wie auch seiner Anhängerschaft dringendst anzuraten um zu verstehen, dass jedes wirtschaftliches System stets im Gleichgewicht gehalten werden muss. Dazu gehört auch eine Verfassung und die strikte Durchsetzung der Einhaltung.
    Sozialismus und Kapitalismus scheitern beide an derselben Tatsache, dass sich bestimmte Kreise über die Masse emporheben und absetzen.
    Das was heute geschieht sind die Folgen, wenn man diese Zusammenhänge nicht versteht. Der internationale Markt hat die Kontrollen der Einzelstaaten ausgehebelt und das sind die Folgen, die daraus entstehen.

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